Pressemitteilung
ÖDP schreibt Herrn Söder: Bekommt unser Landkreis einen Mini-Atomreaktor?
Die ÖDP im Landkreis Traunstein will von CSU-Chef Söder wissen, wo er die kleinen Atomkraftwerke bauen will, die er seit Monaten immer wieder öffentlich einfordert. „Ist unser Landkreis betroffen?“, will der stellvertretende Kreisvorsitzende Bruno Siglreitmaier in einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten wissen.
untenstehendes wurde leider nicht in den Tageszeitungen veröffentlicht, auch steht die Antwort von der CSU noch, Stand 09.05.2026, aus.
26.04.2026 / Si… B.
Anlässlich des Tschernobyl-Jahrestages am 26. April:
Bruno Siglreitmaier (ÖDP) schreibt Herrn Söder: Bekommt unser Landkreis einen Mini-Atomreaktor?
Die ÖDP im Landkreis Traunstein will von CSU-Chef Söder wissen, wo er die kleinen Atomkraftwerke bauen will, die er seit Monaten immer wieder öffentlich einfordert. „Ist unser Landkreis betroffen?“, will der stellvertretende Kreisvorsitzende Bruno Siglreitmaier in einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten wissen. Anlässlich des 40. Jahrestages der Tschernobyl-Atomkatastrophe am 26. April dürfte es nicht wenige Bürgerinnen und Bürger interessieren. „Wo in Bayern sollen die vielen Klein-Atomreaktoren hin, Herr Söder?“
Siglreitmaier verweist noch auf einen anderen Jahrestag: Am 26. April vor 28 Jahren hat die ÖDP das Volksbegehren „Kein neues Atomkraftwerk in Bayern!“ gestartet. Fünf Standorte waren im Freistaat damals für ein zusätzliches Atomkraftwerk reserviert. Das ÖDP-Volksbegehren zielte auf deren Streichung aus dem Landesentwicklungsprogramm ab. „Die Unterschriftensammlung ging so schnell, dass Edmund Stoiber diese Standorte von sich aus zurücknahm“, erinnert Siglreitmaier: „Und diese Unterschriftenliste von damals haben wir in unserer Schublade parat, falls Söder nun tatsächlich massenweise neue Klein-Atomreaktoren durchboxen will. Wir arbeiten an einer Brandauer gegen neue Atomrisiken in jedem Landkreis“.
„Die Kleinstreaktoren könnten theoretisch überall entstehen. Wir glauben aber, dass die Mehrheit der bayerischen Bürgerinnen und Bürger dieses Risiko nicht vor ihrer Haustüre haben will. Vom Wertverlust ihrer Immobilien ganz zu schweigen. Söder soll jetzt sagen, was er genau vorhat“, fordern die ÖDP-Kreisvorstände unterstützt von den weiteren, anwesenden Mitgliedern in der am Do., den 23.04.2026 abgehaltenen Vorstandsitzung in Traunstein.
Atomkraft erzeugt Abhängigkeit von Uranlieferungen aus despotisch regierten Ländern, ist die ÖDP überzeugt. „Im schlimmsten Fall können Atomreaktoren sogar ein militärisches Angriffsziel sein. Regenerativer Strom ist viel schneller verfügbar, umweltfreundlich, klimaneutral und aufgrund der dezentralen Verteilung kein Ziel für einen militärischen Angriff.
In Deutschland liegen Hunderttausende Tonnen Atommüll in unsicheren Zwischenlager-Hallen und Kavernen, gefährlichen Abklingbecken oder einsturzgefährdeten ehemaligen Salzbergwerken.
Der Freistaat sollte deshalb nicht ins Atomzeitalter zurückdrängen, sondern die Energiewende voranbringen“, verlangt der ÖDP-Politiker.
Zum Foto ganz rechts, der Verfasser Siglreitmaier Bruno
