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Die Energiewende im Landkreis ist möglich

Informationsabend Seebruck

Die Ökologisch-Demokratische Partei ÖDP lud nach Seebruck zu einem Informationsabend. Das Thema des Abends war die Energiewende im Landkreis Traunstein. Nach einer kurzen Einführung durch den Kreisvorsitzenden der ÖDP Bruno Siglreitmaier, stellte der ÖDP-Fraktionsvorsitzende im Traunsteiner Kreistag Helmut Kauer den Energienutzungsplan für den Ausbau erneuerbarer Energien zur Stromgewinnung im Landkreis Traunstein vor. Rein rechnerisch haben wir genügend Potenzial im Landkreis Traunstein um das Ziel 100 % Strom aus erneuerbaren Quellen zu erreichen. Dies ist das Fazit des Energienutzungsplans welcher von

Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch von der Hochschule Amberg-Weiden erstellt wurde.

Der Energienutzungsplan zeigt jeweils für Biomasse, Geothermie, Wind, Wasser und auch Sonne das vorhandene Potential im Landkreis auf. Für uns als ÖDP ist aber ein weiterer Abschnitt des Energienutzungsplanes der wichtigste Teil, so Kauer weiter, das Kapitel über die Energieeinsparung. Prof. Brautsch kommt bei vorsichtiger Schätzung auf 17 % beim Strom. Energie die nicht verbraucht wird, ist die sauberste Energie die wir haben. Kauer, der auch Landtagsdirektkandidat der ÖDP ist, forderte mehr Einsatz des Landkreises bei der Bildung und Information der Bürgerinnen und Bürger in Sachen Energieeinsparung.

Den Abschnitt Biomasse stellte Andreas Huber vor, der Direktkandidat für den Bezirkstag ist.

Im Zusammenhang mit der Nutzung der Windenergie ging Kauer auch noch auf die Regionalplanung ein. Er äußerte sich enttäuscht, dass der Regionalplanungsausschuss in seiner letzten Sitzung beschlossen hat, dass 98,8 % des Gebietes der Region 18 als Windausschluss-Gebiet festgelegt wurde. „Der Berchtesgadener Landkreis wird z. B. ganz von einer Nutzung der Windkraft ausgeschlossen. Dies kann nicht im Sinne einer regionalen Energiewende sein“, so der Ökodemokrat weiter. Er sieht den Entwurf der Planungsregion auch als Verfassungsverstoß, da hierdurch das Selbstverwaltungsrecht der Kommunen (Verfassungsrecht !) ausgehebelt wird, obwohl der Planungsverband nur mit einem einfachen Gesetz eingesetzt wurde. Kauer betonte, dass er deshalb mit dem ÖDP-Landesverband, eine Verfassungsbeschwerde gegen den Regionalen Planungsverband einreichen wolle.

Dr. Thomas Graf, Kreisrat und ebenfalls Bezirkstagsdirektkandidat, ging noch auf die Gemeindesteckbriefe ein, die Bestandteil des Energienutzungsplans sind und für jede Gemeinde im Landkreis die Potenziale der erneuerbaren Energiequellen zur Stromerzeugung ausweisen. Anhand derer kann man vor Ort sehr gut die noch brachliegenden Potenziale bearbeiten. Wir müssen, so Dr. Graf weiter, ja nicht nur auf die eigene Gemeinde schauen, sondern auf den ganzen Landkreis und auch noch darüber hinaus, damit wir die notwendige Energiesicherheit erreichen.

Siglreitmaier erzählte von der Bürgerversammlung in Chieming, wo er sich wunderte, dass der Gemeindesteckbrief nicht vorgestellt wurde und er vermutet, dass nur wenige der Bürgerinnen und Bürger von deren Existenz weiß. Deshalb forderte er die Anwesenden auf: „Sich bei den Gemeinde-, Stadtverwaltungen bzw. auf Bürgerversammlungen nachdrücklich nach dem Energiesteckbrief zu erkundigen, und nachzufragen wie die eigene Gemeinde im Vergleich zu den Nachbargemeinden liegt und wie die zuständigen Gremien gedenken, die Ziele einer hundertprozentigen Energieautarkie, anfangs beim Strom-, aber auch bei der Wärmeerzeugung, zu erreichen."- für die Gemeinde Chieming wurde ein Arbeitskreis gebildet -

Ein weiteres Thema des Abends war das Nahverkehrskonzept, an dem zur Zeit gearbeitet wird. Kauer und Dr. Graf zeigten anhand von einigen Folien wie Verbesserungen erreicht werden sollen. Man einigte sich mit den Anwesenden, wenn weitere Konkretisierungen vorliegen, erneut zu einem Informationsabend einzuladen. Die ÖDP machte noch einmal deutlich, jede Verbesserung des ÖPNV zu unterstützen.

Am Ende gingen die Kreisräte noch auf die Salzachbrücke ein. Die ÖDP hat, als die FFH-Gebiete festgelegt wurden, Einspruch gegen die damals eingeplante Schneise für die Brücke eingelegt und damit einen Wichtigen Beitrag zur Verhinderung geleistet. Weiter wurde berichtet, dass man im Kreistag das Programm Bildung und Infrastruktur auf Grund der Brücke abgelehnt hat und alle Investitionspläne und in der Regel auch Haushalte mit Ausgaben für die Salzachbrücke abgelehnt hat. Da wir Gelder nur einmal ausgeben können, schieben Ausgaben für die Salzachbrücke andere Projekte wie die Sanierung der Realschule in Trostberg oder die Turnhalle für das AKG in Traunstein nach hinten raus.


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